Ukraine-Krieg im Liveticker: +++ 20:04 Ukraine: Keine Beweise für ukrainische Kriegsgefangene bei Flugzeugabsturz +++

Wie “The Guardian” unter Berufung auf ukrainische Beamte berichtet, habe Russland keine glaubwürdigen Beweise dafür geliefert, dass ukrainische Kriegsgefangene bei dem Absturz eines Militärflugzeugs (siehe Eintrag 13:20) verstorben seien. Russische Beamte hätten “mit großer Verspätung” eine Liste der 65 Ukrainer vorgelegt, von denen Moskau sagt, sie seien bei dem Flugzeugabsturz in der russischen Region Belgorod ums Leben gekommen. Nach Angaben des zuständigen Koordinierungsstabs der Ukraine konnten ukrainische Angehörige der Kriegsgefangenen diese nicht auf den von Russland bereitgestellten Fotos identifizieren. “Wir haben derzeit keine Beweise dafür, dass so viele Menschen an Bord des Flugzeugs gewesen sein könnten”, sagt der Chef des militärischen Geheimdienstes der Ukraine, Kyrylo Budanov. “Die Behauptung der russischen Propaganda, dass das Flugzeug IL-76 65 ukrainische Kriegsgefangene zu einem Gefangenenaustausch transportierte, wirft weiterhin viele Fragen auf.”

+++ 19:43 Fünf Leichen aus Trümmern eines Hauses im Osten der Ukraine geborgen +++
Im Osten der Ukraine sind nach Angaben der Behörden fünf Tote aus den Trümmern eines Wohnhauses geborgen worden. “Ich erinnere daran, dass die Russen am 15. Januar eine gelenkte Fliegerbombe auf ein dreistöckiges Gebäude in Nju Jork abgeworfen haben – dabei wurden drei Menschen verletzt und fünf unter den Trümmern verschüttet”, schreibt der Gouverneur des ukrainisch kontrollierten Teils im Gebiet Donezk, Wadym Filaschkin, auf Facebook. Die Bergungsarbeiten hätten zwei Wochen gedauert. Die Ortschaft Nju Jork liegt direkt hinter der Frontlinie gegenüber der Industriestadt Horliwka, die bereits seit 2014 von russischen Kräften kontrolliert wird. Im Gegensatz zu vielen anderen Frontabschnitten ist es dem russischen Militär an dieser Stelle bislang nicht gelungen, die Ukrainer zurückzudrängen.

+++ 19:26 Russland importiert trotz Sanktionen Ausrüstung aus Taiwan +++
Im Angriffskrieg auf die Ukraine ist Taiwan zum größten Exporteur von Metallbearbeitungsausrüstung nach Russland geworden. Das berichtet “The Kyiv Independent” unter Berufung auf einer gemeinsamen Untersuchung von “The Insider” aus Russland und von “The Reporter” aus Taiwan. Die Untersuchung bringe das jüngste Beispiel der erfolgreichen Bemühungen Russlands zur Umgehung von Sanktionen ans Licht. Russland importiere weiterhin Technologie und Ausrüstung für die Verteidigungsproduktion. Es umgehe die Beschränkungen und setze für den Import häufig Zwischenhändler aus Drittländern ein. Der Untersuchung zufolge verbot Taiwan im Januar 2023 den Export von Metallbearbeitungsgeräten nach Russland. Dennoch habe Moskau von März bis September 2023 193 in Taiwan hergestellte Metallbearbeitungsmaschinen im Wert von fast 29 Millionen US-Dollar erhalten.

+++ 19:01 Russland macht Leningrad-Gedenken zum Propaganda-Spagat +++
In Russland prallen Widersprüche aufeinander. Putin gedenkt in St. Petersburg der Opfer deutscher Kriegsverbrechen im einstigen Leningrad. Deutschland ist unerwünscht, Botschafter Lambsdorff reist dennoch an und erinnert an die deutsche Schuld. In Russland aber wird der Gedenktag auch zur Propaganda gegen den Westen instrumentalisiert.

+++ 18:27 Putin greift bei Weltkriegsgedenken Ukraine und Baltikum an +++
Russlands Präsident Wladimir Putin hat seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine als Kampf gegen den Nazismus bezeichnet. “Wir tun alles, alles, um den Nazismus zu unterbinden und endgültig auszurotten”, sagt er Medien zufolge am Samstag bei der Eröffnung eines Denkmals für zivile Opfer des faschistischen Terrors nach dem Überfall Hitler-Deutschlands auf die Sowjetunion. Dabei führt der Kremlchef die Ukraine und das Baltikum als aktuelle Beispiele für das Erstarken des Nazismus auf. Die baltischen Staaten “erklären Zehntausende zu Untermenschen, nehmen ihnen die elementarsten Rechte und setzen sie Hetze aus”, behauptet er. Die Ukraine wiederum “heroisiert Hitlers Helfer und SS-Leute, setzt Terror gegen Missliebige ein”, so Putin weiter.

+++ 18:02 Gouverneur: 13-Jährige stirbt nach russischem Angriff auf Charkiw +++
Wie der Gouverneur der Region Charkiw Oleh Syniehubov auf Telegram mitteilt, ist ein 13-jähriges Mädchen, das am 17. Januar bei einem russischen Luftangriff auf das Dorf Malyi Burluk in der Region Charkiw verletzt worden war, im Krankenhaus verstorben. Das Mädchen hatte als Folge des Angriffs komplexe Schrapnellwunden erlitten und sei daraufhin ins Koma gefallen. Bei dem Angriff ist demnach eine 62-jährige Frau getötet und ein zehnjähriger Junge verletzt worden. Der Junge sei in kritischem Zustand ins Krankenhaus gebracht worden und ihm sei ein Bein amputiert worden, berichtet Syniehubov. Aufgrund der Nähe zur russischen Grenze sind mehrere Siedlungen im Oblast Charkiw fast täglich Angriffen ausgesetzt.

+++ 17:38 Ukraine und Litauen vereinbaren Kooperation bei Drohnenproduktion +++
Die Ukraine und Litauen kündigen die gemeinsame Produktion von Drohnen. Ein Großteil seines Gesprächs mit seinem litauischen Amtskollegen Gabrielius Landsbergis sei diesem Thema gewidmet gewesen, sagt der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba am Samstag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz der beiden in Kiew. “Litauen hat die Technologien, wir haben die Möglichkeit, die Zusammenarbeit auszubauen, und das war das Schlüsselthema.” Daneben seien auch der Weg der Ukraine in die NATO, weitere Militärhilfen für das Land und Sanktionen gegen Kriegsgegner Russland besprochen worden.

+++ 17:05 Belarussischer Präsident Lukaschenko besucht Russland für Gedenkzeremonie +++
Wie Medien berichten, besucht der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko am 27. Januar Russland, um an der Seite des russischen Präsidenten Wladimir Putin an der Eröffnungszeremonie einer Gedenkstätte in St. Petersburg teilzunehmen. Die Zeremonie markiert den 80. Jahrestag der Schlacht, die die Belagerung aufhob. Die Stadt hieß damals Leningrad. Bei dem Besuch wollen Putin und Lukaschenko auch über die belarussisch-russischen Beziehungen sowie “internationale Themen” sprechen, heißt es. Belarus steht wegen seiner Rolle bei der Unterstützung der russischen Invasion in der Ukraine unter schweren internationalen Sanktionen. Russland nutzt von Kriegsbeginn an belarussisches Territorium als Ausgangspunkt für Angriffe auf die Ukraine.

+++ 16:47 Munz: Ukraine-Krieg verändert den Gedenktag der Befreiung Leningrads +++
Russland feiert den 80. Jahrestag der Befreiung Leningrads von der deutschen Blockade. Vor zehn Jahren spricht ein Überlebender im Deutschen Bundestag. Nun, vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs, hat der Tag eine ganz andere Bedeutung, weiß ntv-Reporter Rainer Munz.

+++ 16:18 Biden spricht im Februar mit Scholz über Unterstützung für die Ukraine +++
Nach Angaben der US-Regierung empfängt US-Präsident Joe Biden den deutschen Bundeskanzler Olaf Scholz von der SPD in knapp zwei Wochen im Weißen Haus. Bei den Gesprächen am 9. Februar werde es um die Lage in der Ukraine und um den Krieg zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas gehen, teilt Bidens Pressesprecherin Karine Jean-Pierre mit. Sie wollten bei ihrem Treffen “ihre entschlossene Unterstützung für die Verteidigung” der Ukraine bekräftigen, erklärt Jean-Pierre. Washington ist bisher der wichtigste Unterstützer der Ukraine im Krieg gegen Russland. Weitere Militärhilfen in Höhe von rund 61 Milliarden Dollar (knapp 56 Milliarden Euro) werden aber seit Monaten durch die oppositionellen Republikaner im US-Kongress blockiert.

+++ 15:48 Selenskyj gedenkt der Opfer des Holocaust +++
Am 79. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz gedenkt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj der Opfer des Holocaust in einem Post auf X. Dort schreibt der ukrainische Präsident, dass jede Generation die Wahrheit über den Holocaust erfahren müsse. Auch sei es wichtig, sich an den Heldenmut der Menschen zu erinnern, die sich das Gute im Herzen bewahrt und andere gerettet hätten. Seinen Post beendet Selenskyj, der selbst Jude ist mit dem Ausruf: “Ewiges Gedenken an alle Opfer des Holocaust!”

+++ 15:24 Kiew: Russisches Militär erhöht Angriffe im Südosten der Ukraine +++
Das russische Militär hat in den vergangenen Tagen nach Angaben aus Kiew seine Bemühungen zur Eroberung ukrainischer Orte enorm verstärkt. “Die Besatzer haben die Zahl der Angriffs- und Sturmaktionen deutlich erhöht – den zweiten Tag in Folge führt der Feind 50 Kampfhandlungen aus”, schreibt der für den Frontabschnitt im Süden und Südosten der Ukraine zuständige General Alexander Tarnawskyj auf seinem Telegram-Kanal. Dabei habe auch die Zahl der Luftangriffe zugenommen. Die von Tarnawskyj genannten Zahlen beziehen sich offenbar auf den südlichen Teil des Gebietes Donezk. Explizit erwähnt er Schläge gegen die dort gelegenen frontnahen Städte Myrnohrad und Nowohrodiwka, die am Vortag mit umfunktionierten Luftabwehrraketen beschossen wurden.

+++ 14:52 Medienbericht: Ukrainische Cyber-Experten greifen IT-Dienstleister der russischen Schwerindustrie an +++
Cyber-Experten des ukrainischen Geheimdienstes (HUR) sollen einen Angriff auf ein IT-Unternehmen, das Dienstleistungen für die russische Verteidigungsindustrie erbringt, durchgeführt haben. Das berichtet die ukrainische Zeitung “Kyiv Independent” unter Berufung auf den HUR. Demnach soll der Angriff “die gesamte IT-Infrastruktur des Unternehmens IPL Consulting” zerstört haben. Nach Angaben des Militärgeheimdienstes implementiert IPL Consulting IT-Systeme für russische Unternehmen, die in der Entwicklung und Produktion von Automobil- und Luftfahrtkomponenten, Schwermaschinenbau und Verteidigung tätig sind. Demnach löschen ukrainische Cyber-Spezialisten über 60 Terabyte an Daten und zerstören Dutzende Server und Datenbanken. Die Gesamthöhe des Schadensersatzes wird derzeit ermittelt. Cyberangriffe sind zu einem immer häufigen eingesetzten Instrument beider Seiten im Russland-Ukraine-Krieg geworden.

+++ 14:29 London: Ukrainer dürften Awdijiwka wahrscheinlich in den kommenden Wochen halten +++
Um die ukrainische Stadt Awdijiwka im Südosten des Landes liefern sich ukrainische und russische Truppen erbitterte Kämpfe. Nach Einschätzung des britischen Geheimdienstes hat die Einnahme der Stadt oberste Priorität für die russische Armee. Das teilt das britische Verteidigungsministerium in seinem täglichen Geheimdienstupdate bei X mit. Demnach versucht das russische Militär, Awdijiwka einzukesseln. Den ukrainischen Streitkräften gelingt es jedoch, diese Angriffe abzuwehren und die Hauptversorgungsroute in der Stadt intakt zu halten. Deshalb und aufgrund ukrainischer Gegenangriffe, die die russischen Truppen schwächen, geht der britische Geheimdienst davon aus, dass das ukrainische Militär die Stadt auch in den kommenden Wochen wahrscheinlich halten kann.

+++ 13:51 Zivilist bei Luftangriff auf Stadt in der Oblast Cherson getötet +++
Die russische Armee hat am Morgen Sprengsätze auf die Stadt Beryslaw in der südukrainischen Oblast Cherson abgeworfen. Bei dem Luftangriff sei ein Mann getötet worden, wie der Leiter der regionalen Militärverwaltung, Olexandr Prokudin, laut der staatlichen Nachrichtenagentur Ukrinform auf Telegram mitteilt. Eine weitere Person wurde demnach bei dem Angriff verletzt und kam ins Krankenhaus.

+++13:20 Beleg für Ukrainer an Bord? Videos sollen Einstieg in Flugzeug vor Absturz zeigen +++
Seit dem Absturz eines russischen Militärflugzeugs nahe der ukrainischen Grenze behauptet Moskau, an Bord seien etliche ukrainische Kriegsgefangene gewesen. Neue Videos sollen nun zeigen, wie Menschen aus mehreren Transportern das Flugzeug besteigen.

+++ 12:52 Britischer Geheimdienst: Einnahme von Awdijiwka hat für russische Armee Priorität +++
Die Einnahme von Awdijiwka hat für die russische Armee nach Einschätzung des britischen Geheimdiensts oberste Priorität. Wie das britische Verteidigungsministerium in seinem Geheimdienstupdate auf der Plattform X mitteilt, setzt Russland seine Offensive über mehrere Achsen hinweg fort, um sein strategisches Ziel zu erreichen: die Eroberung des Donbass. Beim Kampf um die ukrainische Stadt Awdijiwka im Südosten der Ukraine versucht das russische Militär, die Stadt von Süden und Norden aus einzukreisen. Auch am östlichen Stadtrand gibt es Kämpfe. Die russischen Streitkräfte haben jedoch nach Einschätzung der britischen Experten zuletzt schwere Verluste an Personal und gepanzerten Fahrzeugen erlitten. Ukrainische Gegenangriffen hindern die russischen Truppen zudem daran, weiter in die Stadt vorzudringen.

+++ 12:08 Gouverneur: Geschwister in Sumy von russischen Saboteuren erschossen +++
Eine russische Sabotagegruppe hat am Morgen zwei Menschen in der Khotin-Gemeinde in der Oblast Sumy erschossen. Dabei handelt es sich um einen Mann und seine Schwester, wie die ukrainische Zeitung “Kyiv Independent” unter Berufung auf die regionale Militärverwaltung schreibt. Demnach würden russische Sabotagegruppen häufig versuchen, an der Nordgrenze des Landes einzudringen, insbesondere in den Oblasten Tschernihiw und Sumy. Dem Bericht zufolge befindet sich das Haus der beiden Opfer nach Angaben eines Beamten der Oblast im Dorf Andrijiwka, das innerhalb der fünf Kilometer langen Grenzzone liegt.

Im vergangenen Sommer kündigten die regionalen Behörden eine freiwillige Evakuierung der Siedlungen in der fünf Kilometer langen Grenzzone an, die am stärksten von den russischen Angriffen betroffen war, aber nicht alle Bewohnerinnen und Bewohner stimmten einer Abreise zu. “Ich appelliere noch einmal an die Bewohner der Fünf-Kilometer-Zone zur Evakuierung”, sagte Gouverneur Wolodymyr Artjuch.

+++ 11:27 Russlands Parlamentschef spricht von Gefahr für einen dritten Weltkrieg +++
Russlands Parlamentschef Wjatscheslaw Wolodin beschwört zum 80. Jahrestag der Beendigung der Belagerung von Leningrad die Gefahr eines dritten Weltkriegs herauf. “Für die Führung der NATO-Länder ist die faschistische Ideologie zur Norm geworden”, schrieb Wolodin auf seinem Telegram-Kanal. Er beschuldigt die westlichen Regierungen, darunter explizit die Bundesregierung unter Olaf Scholz, eine Politik des Völkermords in der Ukraine zu unterstützen. “Das ist ein gefährlicher Weg, der zu einem neuen Weltkrieg führen kann.” Russland begründet seinen fast zwei Jahre währenden Angriffskrieg gegen die Ukraine unter anderem mit der Behauptung, das Nachbarland “entnazifizieren” zu müssen. Russlands Präsident Wladimir Putin bemüht immer wieder den historischen Vergleich mit dem Zweiten Weltkrieg, um seinen Angriff auf das Nachbarland zu rechtfertigen.

+++ 11:10 Mindestens zwei Tote und mehrere Verletzte bei russischen Angriffen +++
Bei russischen Angriffe auf die Ukraine sind gestern mehrere Menschen getötet und verletzt worden. Wie die ukrainische Zeitung “Kyiv Independent” unter Berufung auf regionale Beamte berichtet, griffen russische Truppen mindestens neun Oblaste in der Ukraine an, wobei mindestens zwei Menschen getötet und drei verletzt wurden, darunter ein Polizist.

+++ 10:34 Ukrainische Luftwaffe: Vier Drohnen in der Nacht abgeschossen +++
Die ukrainische Luftabwehr hat in der vergangenen Nacht vier russische Drohnen abgeschossen. Das meldet die staatliche Nachrichtenagentur Ukrinform unter Berufung auf das ukrainische Militär. “Der Feind attackierte aus der russischen südöstlichen Region Primorsko-Achtarsk mit vier Kampfdrohen Shahed-136/131. Alle vier Drohnen wurden in der Region Kirowohrad abgeschossen”, hieß es dem Bericht zufolge in der Mitteilung.

+++ 09:58 Generalstab: Russische Truppen versuchen weiter, Awdijiwka einzukesseln +++
Das russische Militär versucht weiter, Awdijiwka einzukesseln. Wie aus dem Lagebericht des ukrainischen Generalstabs hervorgeht, halten die ukrainischen Verteidiger weiter die russischen Truppen auf. Die Angreifer erleiden demnach erhebliche Verluste. Das meldet die staatliche ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform. Gestern haben die ukrainischen Verteidigungskräfte nach eigenen Angaben 20 Angriffe in der Nähe von Nowobachmutiwka, Stepowe und Awdijiwka sowie neun Angriffe außerhalb von Opytne, Woijane, Perwomaiske und Nevelske in der Region Donezk abgewehrt.

+++ 09:26 Nach Flugzeugabsturz: Ukrainische Familien bangen um Kriegsgefangene +++
Nach dem Absturz eines russischen Militärflugzeugs überziehen sich Russland und die Ukraine gegenseitig mit Vorwürfen. Keine der beiden Seiten hat Beweise für ihre Anschuldigungen vorgelegt. Angehörige bleiben daher ratlos zurück. Viele von ihnen lebten bereits vor dem Zwischenfall in großer Sorge, weil sie von ihren Verwandten in Gefangenschaft seit Monaten nichts gehört haben. Zudem ist die Angst groß, dass künftige Gefangenaustausche gefährdet sein und ihre Liebsten inhaftiert bleiben könnten.

+++ 08:54 Russischer Angriff auf Slowjansk – Keramikfabrik fast vollständig zerstört +++
Russische Truppen haben eine Rakete auf die Region Slowjansk in der Oblast Donezk im Osten der Ukraine abgefeuert. Das berichtet die ukrainische Zeitung “Kyiv Post”. Demnach traf der Marschflugkörper eine Keramikfabrik, die fast vollständig zerstört wurde, wie örtliche Behörden berichten. Noch wurden keine Opfer gemeldet.

+++ 08:37 Militärverwaltung: Russische Streitkräfte attackieren Oblast Sumy im Nordosten +++
Die russischen Streitkräfte haben Gebiete in der Oblast Sumy im Nordosten der Ukraine massiv angegriffen. Nach Angaben der regionalen Militärverwaltung beschossen russische Streitkräfte 22 Mal das nordöstliche Gebiet Sumy der Ukraine, feuerten auf acht Gemeinden und verursachten über 100 Explosionen.

+++ 08:03 Bericht: US-Pläne für Ukraine sehen keine Rückeroberung verlorener Gebiete vor +++
Die Pläne der USA für die Ukraine sehen keine Rückeroberung der von Russland besetzten Gebiete vor. Wie die “Washington Post” unter Berufung auf ungenannte Quellen berichtet, arbeitet die Biden-Regierung an einem langfristigen Plan zur Unterstützung Kiews, der keine nennenswerten Gebietsgewinne der Ukraine im Jahr 2024 vorsieht. Demnach ziele der neue Plan weniger auf die Rückgewinnung von Territorien ab, sondern den Fokus auf die Abwehr neuer russischer Vorstöße zu legen und gleichzeitig die Wirtschaft des Landes zu stärken. “Es ist ziemlich klar, dass es für sie schwierig sein wird, an allen Fronten den gleichen großen Vorstoß zu unternehmen, den sie letztes Jahr versucht haben”, zitiert die Zeitung einen hochrangigen Verwaltungsbeamten.

+++ 07:31 Kiew: 770 russische Soldaten an einem Tag “eliminiert” +++
Laut offiziellen Zahlen aus Kiew sind binnen eines Tages 770 russische Soldaten im Krieg ums Leben gekommen. Nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsministeriums sind seit Beginn des Krieges im Februar 2022 insgesamt 381.370 russische Soldaten “eliminiert” worden. Das heißt, sie wurden getötet oder können nicht mehr weiterkämpfen. Wie das Verteidigungsministerium in seinen täglichen Angaben zu den Verlusten Russlands verkündet, habe der Gegner unter anderem sechs weitere Panzer verloren (6271). Seit Beginn der russischen Invasion zählt die Ukraine mehr als 11.600 gepanzerte Fahrzeuge und mehr als 7000 Drohnen, die sich nicht mehr im Besitz des russischen Militärs befinden oder zerstört wurden. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Moskau selbst hält sich mit Informationen zu eigenen Verlusten in der Ukraine zurück.

+++ 06:57 ISW: Russland baut Einfluss in Afrika weiter aus +++
Das russische Verteidigungsministerium baut seinen Einfluss in Afrika weiter aus, berichtet das US-amerikanische Thinktank “Institute for the Study of War” in seiner täglichen Einschätzung. Berichten zufolge traf am 26. Januar eine Delegation des russischen Verteidigungsministeriums in Burkina Faso ein, um die Einsätze des russischen Militärs im Land zu besprechen. Das Land könnte nach Einschätzung der Expertinnen und Experten zum “Hauptkoordinierungszentrum” zwischen den Mitgliedern der Sahel-Allianz Burkina Faso, Niger und Mali werden. Berichten zufolge sind auch russische Medien in Burkina Faso tätig, um mit den französischen Medien zu “konkurrieren” und “einen loyalen Informationsraum zu schaffen”. Diese Zusammenarbeit könnte laut ISW darauf hindeuten, dass der Einfluss und die Präsenz Russlands in der Sahelzone über Jahre hinweg anhalten werden.

+++ 06:23 Kiew: 94 Gefechte innerhalb von 24 Stunden +++
Die Ukraine hat gestern innerhalb von 24 Stunden 94 Gefechte registriert, wobei ukrainische Streitkräfte feindliche Angriffe in sieben Bereichen abwehren konnten. Dies gab der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine auf Facebook bekannt, berichtet die staatliche ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform. Die Situation im Osten und Süden des Landes bleibt demnach schwierig. Infolge der russischen Angriffe wurden den Angaben zufolge Zivilisten getötet und verletzt. Wohnblöcke, Privathäuser, Schulen, Kindergärten, ein Einkaufszentrum und andere zivile Infrastruktur wurden zerstört und beschädigt.

+++ 05:26 Ukraine bezweifelt Moskaus Angaben zu Il-76-Absturz +++
Die Ukraine hält die russischen Angaben zum mutmaßlichen Abschuss der militärischen Transportmaschine Il-76 für nicht stichhaltig. Es gebe weiterhin keine Beweise dafür, dass an Bord abgestürzten Iljuschin tatsächlich 65 Kriegsgefangene gewesen seien, sagt der Chef des ukrainischen Militärgeheimdienstes, Kyrylo Budanow. Russland hatte zuvor eine Liste mit Namen von angeblich für den Austausch vorgesehenen Kriegsgefangenen zur Verfügung gestellt. Ob diese Menschen in der Il-76 waren, ist aber unklar. “Derzeit gibt es keine Informationen, die darauf hindeuten würden, dass so viele Menschen in diesem Flugzeug gewesen sein könnten”, so Budanow.

+++ 04:07 Rheinmetall sieht Erfolge bei “Zeitenwende” +++
Der Rüstungskonzern Rheinmetall ist zufrieden mit der von der Bundesregierung ausgerufenen Zeitenwende und lobt die schnelleren Beschaffungsprozesse. Der Vorstandsvorsitzende Armin Papperger sagt der “Bild”-Zeitung: “In der militärischen Beschaffung hat sich sehr viel zum Guten verändert. Der Kanzler, der Verteidigungsminister und die Spitze des Beschaffungsamtes haben alle Hebel in Bewegung gesetzt.” Alleine Rheinmetall habe im vergangenen Jahr von der Bundesregierung Aufträge beziehungsweise Rahmenverträge in Höhe von mehr als zehn Milliarden Euro bekommen für die Bundeswehr und die Ukraine. Im laufenden Jahr werde sich diese Summe auf mindestens 15 Milliarden Euro erhöhen. “Das Tempo ist hoch: Was früher zehn Jahre gebraucht hätte, wird heute in ein paar Monaten durchgeboxt”, sagt Papperger.

+++ 03:04 Biden zu großen Zugeständnissen im Gegenzug für Ukraine-Hilfen bereit +++
US-Präsident Joe Biden drängt den Kongress im Ringen um neue Ukraine-Hilfen zur Verabschiedung eines Kompromissvorschlags aus dem Senat. Im überparteilichen Entwurf sollen strengere Maßnahmen zur Eindämmung der irregulären Migration über die Südgrenze mit frischen Finanzmitteln für Kiew verknüpft werden. Die Vorschläge stellten das “härteste und fairste Reformpaket zur Sicherung der Grenze dar, das wir je in unserem Land hatten”, erklärt Biden. Er verspricht uner anderem, sich einer neuen Notfallverordnung zu bedienen, um “unsere Grenze dichtzumachen”, falls die US-Behörden von einem Andrang von Migranten überwältigt würden, sobald er die Vorlage nach einer Billigung durch den Kongress unterzeichnen könne.

+++ 23:56 Scholz reist nach Washington +++
Bundeskanzler Olaf Scholz wird einem Medienbericht zufolge in der zweiten Februarwoche zu einem Treffen mit US-Präsident Joe Biden nach Washington reisen. Bei dem Gespräch solle es um weitere Hilfen für die Ukraine gehen, berichtet die Agentur Bloomberg.

+++ 22:25 Selenskyj sieht “positive Dynamik” bei ukrainischer Waffenproduktion +++
Die Ukraine steigere ihre eigene Verteidigungsproduktion, sagt Präsident Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Die ukrainische Produktion von Waffen und Munition zeige eine positive Dynamik. “Ich bin allen dankbar, die sich engagieren, allen, die sich für unsere eigenen Chancen einsetzen – in der Ukraine”, sagt Selenskyj.

+++ 21:41 Bericht: USA wollen Atomwaffen in Großbritannien stationieren +++
Einem Bericht des britischen “Telegraph” zufolge planen die USA, zum ersten Mal seit 15 Jahren Atomwaffen in Großbritannien zu stationieren. Hintergrund sei die zunehmende Bedrohung durch Russland, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Dokumente aus dem Pentagon. Demnach beabsichtigen die USA, auf dem Luftwaffenstützpunkt Lakenheath in Suffolk, Atomsprengköpfe zu stationieren.

+++ 21:26 Trump blockiert Ukraine-Hilfen +++
Im Streit zwischen Republikanern und den Demokraten in den USA zeichnet sich weiter keine Einigung auf weitere Ukraine-Hilfen ab. Der republikanische Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Mike Johnson, warnt Berichten zufolge, ein Entwurf dazu aus dem Senat sei bereits mit Ankunft in seiner Parlamentskammer “tot”, wenn die Gerüchte über den Inhalt korrekt seien.

Mittlerweile hat sich US-Medien zufolge auch der frühere US-Präsident Donald Trump eingeschaltet. Trump soll seine Parteikollegen in den vergangenen Wochen in privaten Gesprächen dazu gedrängt haben, sich nicht auf einen im Senat ausgehandelten Kompromiss einzulassen. Trump wolle so verhindern, dass US-Präsident Joe Biden beim Thema Migration im Wahlkampf einen Erfolg verbuchen kann, hieß es. Biden hatte vergangenes Jahr Milliarden-Unterstützungen für die Ukraine und neue Gelder für eine Verschärfung der Migrationspolitik an der Grenze zu Mexiko beim Kongress beantragt. Beides ist Teil desselben Gesetzentwurfs.

+++ 20:33 Kuleba: Dänische F-16-Lieferung läuft planmäßig +++
Die Vorbereitungen für die Lieferung von F-16-Kampfflugzeugen von Dänemark in die Ukraine laufen wie geplant, sagt der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem dänischen Amtskollegen Lars Lokke Rasmussen in der ukrainischen Stadt Mykolajiw. Anfang Januar hatte die dänische Zeitung “Berlingske” berichtet, dass sich die Lieferung von sechs F-16 an Kiew um bis zu sechs Monate verzögern könnte. “Vielen Dank an Lars für seine Zusicherung, dass die Vorbereitungen für die Lieferung von F-16 aus Dänemark nach Plan verlaufen”, sagt Kuleba.

Mitte August 2023 hatte Dänemark versprochen, der Ukraine 19 F-16 zu liefern. Die erste Lieferung von sechs Flugzeugen soll im Frühjahr 2024 erfolgen, der Rest bis 2025 ausgeliefert werden.

Rasmussen kam nach Mykolajiw, um dort eine Außenstelle der dänischen Botschaft zu eröffnen.

Rasmussen kam nach Mykolajiw, um dort eine Außenstelle der dänischen Botschaft zu eröffnen.

(Foto: via REUTERS)

+++ 19:54 Drohnenalarm in der Ukraine +++
Die ukrainische Luftabwehr warnt vor Shahed-Drohnen der russischen Armee über dem Territorium der Ukraine. Das meldet der Sender RBC-Ukraine. Die Drohnen seien an der Grenze zwischen den Regionen Dnipropetrowsk und Cherson gesichtet worden. Der Meldung zufolge halten sie einen nordwestlichen Kurs.

(Foto: https://alerts.in.ua/en)

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