RKI erklärt 155 Länder weltweit zum Corona-Hochrisikogebiet – jetzt auch die Malediven

UNO: Weltweiter Tourismus frühestens 2024 auf Vor-Corona-Niveau +++ Kreuzfahrten: Zahl der Passagiere ist um 93 Prozent eingebrochen +++ Die wichtigsten Reise-News zum Coronavirus im stern-Ticker.

Durch die globale Ausbreitung der Coronavirus-Varianten und die Maßnahmen der Regierungen wie Grenzschließungen wird die persönliche Mobilität und damit auch das Reisen eingeschränkt. Hier finden Sie regelmäßig die neuesten Meldungen zum Thema Coronakrise und Reisen.

Nachrichten von Freitag, den 21. Januar 2022

+++ RKI erklärt 155 Länder weltweit zum Corona-Hochrisikogebiet – jetzt auch die Malediven +++

Die Omikron-Variante des Coronavirus sorgt dafür, dass gut drei Viertel aller rund 200 Länder auf der Welt als Hochrisikogebiete eingestuft werden. Zu den 136 Ländern, die seit einer Woche insgesamt auf der Risikoliste des Robert Koch-Instituts (RKI) stehen, kommen an diesem Sonntag nochmals 19 weitere Staaten hinzu. Insgesamt stehen damit nun 155 Länder auf der Liste. Kein Land wird demnach von der Liste gestrichen.

Nach den RKI-Angaben gelten von Sonntag an Rumänien, die Republik Moldau, Kosovo, Marokko, Tunesien, Algerien, Saudi-Arabien, Japan, Indien, Bhutan, Nepal, Mongolei, Kasachstan, Usbekistan, die Malediven, Brasilien, Chile, Ecuador und Paraguay neu als Hochrisikogebiete.

Wer aus einem Hochrisikogebiet einreist und nicht mindestens den vollständigen Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze hat oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien. Für Kinder, die das sechste Lebensjahr noch nicht vollendet haben, endet die Absonderung fünf Tage nach der Einreise automatisch.

Mit der Einstufung als Hochrisikogebiet verbunden ist eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts für nicht notwendige touristische Reisen. Sie erleichtert Touristen die kostenlose Stornierung bereits gebuchter Reisen, bedeutet aber kein Reiseverbot. Die Einstufung als Risikogebiet erfolgt nach gemeinsamer Analyse und Entscheidung durch das Bundesministerium für Gesundheit, das Auswärtige Amt und das Innenministerium.

Nachrichten von Donnerstag, den 20. Januar 2022

+++ Ab Februar: Einreise nach Thailand ohne Corona-Quarantäne wieder möglich +++

Vollständig gegen das Coronavirus geimpfte Reisende könnten ab dem 1. Februar im Rahmen des “Test-and-go”-Konzepts einreisen, sagte der Sprecher der thailändischen Corona-Taskforce, Taweesin Visanuyothin, am Donnerstag. Das heißt, sie müssen sich am ersten Tag ihrer Einreise auf das Coronavirus testen lassen und sich bis zum Vorliegen eines negativen Testergebnisses in einem Hotel isolieren.

Am fünften Tag des Aufenthalts ist demnach ein weiterer Corona-Test fällig. Außerdem müssen Thailand-Touristen eine Nachverfolgungs-App herunterladen. Da die Zahl der Corona-Toten und Krankenhauseinweisungen trotz der neuen Infektionswelle nicht deutlich angestiegen sei, seien nun wieder Einreisen ohne lange Quarantäne möglich, sagte Taweesin. Wenn die Corona-Fallzahlen aber wieder stiegen oder es andere besorgniserregende Entwicklungen gebe, komme das Konzept aber wieder auf den Prüfstand.

Thailand leidet massiv unter dem Pandemie-bedingten Einbruch des Tourismus. Für dieses Jahr rechnet das südostasiatische Land mit rund fünf Millionen Touristen – vor der Pandemie waren es fast 40 Millionen pro Jahr.

Nachrichten von Mittwoch, den 19. Januar 2022

+++ UNO: Weltweiter Tourismus frühestens 2024 auf Vor-Corona-Niveau +++

Die Zahl der Touristen weltweit wird nach Schätzungen der Welttourismusorganisation (UNWTO) frühestens 2024 wieder das Niveau von vor der Corona-Pandemie erreichen. Wie die UN-Organisation mitteilte, wurde 2021 zwar ein Zuwachs von vier Prozent gegenüber dem ersten Corona-Jahr verzeichnet. Die Ausbreitung der hochansteckenden Omikron-Variante mache die Erholung aber gerade wieder zunichte.

Im Jahr 2020 waren die Einnahmen der internationalen Tourismuswirtschaft um 72 Prozent eingebrochen. “Das Tempo der Erholung bleibt langsam”, erklärte die Welttourismusorganisation nun. Es gebe zudem große Unterschiede in den einzelnen Weltregionen, die mit unterschiedlichen Reisebeschränkungen, Impfquoten und dem “Vertrauen der Reisenden” zusammenhingen.

In Europa sowie in Nord- und Südamerika nahm die Zahl der ausländischen Touristen den Angaben zufolge im vergangenen Jahr um 19 beziehungsweise 17 Prozent im Vergleich zu 2020 zu. Im Nahen Osten ging die Zahl der Besucher aus dem Ausland dagegen um 24 Prozent zurück. Im Asien-Pazifik-Raum lag die Zahl der Touristen sogar 65 Prozent unter dem Niveau von 2020 und 94 Prozent unter dem Niveau von vor der Pandemie. Die Organisation prognostiziert für dieses Jahr einen Anstieg der Touristenzahlen um 30 bis 78 Prozent gegenüber 2021. Insgesamt werden die Zahlen demnach aber auch 2022 weit unter dem Niveau von 2019 bleiben.

Nachrichten von Dienstag, den 18. Januar 2022

+++  Kreuzfahrten: Zahl der Passagiere ist um 93 Prozent eingebrochen +++

Die Zahl der Passagiere auf Kreuzfahrtschiffen in der Europäischen Union ist im Corona-Jahr 2020 massiv eingebrochen. So starteten 2020 in der EU insgesamt rund 530.000 Passagiere eine Kreuzfahrt, das waren 93 Prozent weniger als im Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. 2019 hatte die Kreuzfahrtindustrie noch eine Rekordpassagierzahl verzeichnet – 7,4 Millionen Menschen bestiegen damals ein Kreuzfahrtschiff.

2019 war damit der Höhepunkt eines lang anhaltenden Trends – im Jahr 2014 machten lediglich knapp 4,8 Millionen Menschen Urlaub auf einem Kreuzfahrtschiff. Die meisten Urlauber kamen 2020 in Spanien an Bord, hier starteten 42 Prozent der Passagiere ihre Reise.

Auf deutsche Kreuzfahrthäfen an Nord- und Ostsee entfielen rund 54.000 Passagiere, das entsprach zehn Prozent der Urlauber auf Kreuzfahrtschiffen in der EU. Auch Deutschland verzeichnete somit im Vorjahresvergleich ein deutliches Minus: 2019 starteten noch 1,3 Millionen Menschen eine Kreuzfahrt in Deutschland, das waren 96 Prozent mehr als im Pandemie-Jahr 2020.

Nachrichten von Freitag, den 14. Januar 2022

+++ Kreuzfahrten: An Bord der Schiffe von Tui-Cruises nur noch mit Booster-Impfung +++

Nach Hapag-Lloyd Cruises verschärft auch Tui Cruises die Impfvorgaben für Passagiere. Ab dem 23. Februar 2022 wird der verpflichtende Impfschutz vereinheitlicht “Alle Gäste benötigen ab einem Alter von 12 Jahren einen vollständigen Impfschutz. Zusätzlich benötigen alle Gäste ab 18 Jahren, deren Grundimmunisierung länger als drei Monate bis zum Kreuzfahrtende zurückliegt, eine Booster-Impfung”, hat die in Hamburg ansässige Reederei angekündigt.

Die neue Regelung gilt für die gesamte Mein-Schiff-Flotte, sowohl für alle Gäste als auch für alle Besatzungsmitglieder.  Weitere Infos unterwww.meinschiff.com/leinen-los/logbuch/covid-19-test

Nachrichten von Mittwoch, den 12. Januar 2022

+++ Deutschland-Tourismus unter Niveau des Corona-Krisenjahres 2020 +++

Die Beschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie haben den Deutschland-Tourismus das zweite Jahr in Folge hart getroffen. Trotz eines deutlichen Anstiegs der Übernachtungszahlen im November fiel die Bilanz der ersten elf Monate 2021 schlechter aus als im Vergleichszeitraum des Corona-Krisenjahres 2020.

Von Januar bis November 2021 verbuchten Hotels, Pensionen, Campingplätze und Co. insgesamt 293 Millionen Übernachtungen, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Das waren 0,9 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Wegen der Pandemie galten in einigen Bundesländern teilweise bis Juni 2021 Übernachtungsverbote für Privatreisende. Im Jahr 2020 waren in der ersten Jahreshälfte dagegen nur etwa zwei Monate – Mitte März bis Mitte Mai – von solchen Verboten betroffen.

Im November verbuchten die Beherbergungsbetriebe mit 24,6 Millionen Übernachtungen von Gästen aus dem In- und Ausland einen deutlichen Anstieg. Das waren 165,5 Prozent mehr als im November 2020, als ein Übernachtungsverbot für Privatreisende galt. Im Vergleich zum November des Vorkrisenjahres 2019 lagen die Übernachtungen um 24,2 Prozent niedriger.

Nachrichten von Freitag, den 7. Januar 2022

+++ Dutzende Staaten werden Corona-Hochrisikogebiete – darunter Schweden und die VAE +++

Die Bundesregierung stuft das Nachbarland Luxemburg sowie fast 40 weitere Länder wegen hoher Corona-Infektionszahlen von Sonntag an ganz oder teilweise als Hochrisikogebiete ein. Das teilte das Robert Koch-Institut am Freitag mit. Wer aus einem solchen Gebiet einreist und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne und kann sich frühestens fünf Tage nach der Einreise mit einem negativen Test davon befreien.

Neben Luxemburg werden am Sonntag unter anderem Schweden, Australien, Argentinien, die Vereinigten Arabischen Emirate mit dem Winterurlaubsziel Dubai, Israel und Kenia auf die Risikoliste gesetzt. Insgesamt erhöht sich die Zahl der Hochrisikogebiete weltweit auf einen Schlag auf mehr als 100 Länder. Das bedeutet, dass etwa jedes zweite Land weltweit wieder Hochrisikogebiet ist. Als einziges Land von der Liste gestrichen wird die Ukraine. Von den Nachbarländern Deutschlands ist ab Sonntag nur noch Österreich kein Hochrisikogebiet.

Bei dem schon bisher als Hochrisikogebiet geltenden Frankreich kommen die Übersee-Departements Französisch-Guayana, Guadeloupe, Martinique, Mayotte, Saint-Martin und Saint-Barthélemy hinzu – wie auch die niederländischen Überseegebiete Aruba und Curaçao. Ebenfalls als Hochrisikogebiete gelten künftig Angola, Bahrain, die Bahamas, Belize, Bolivien, Cabo Verde, die Demokratische Republik Kongo, Estland, Fidschi, Island, Jamaika, Katar, Kuwait, Panama, Uruguay, die Elfenbeinküste (Cote d’Ivoire), Gabun, Ghana, Guinea, Kenia, die Inselgruppe Komoren, Mali, Mauretanien, Nigeria, Ruanda, Sambia, Sierra Leone, Südsudan, Togo und Uganda.

+++ 70 Prozent der Passagiere auf Italien-Indien-Flug positiv getestet +++

Nach einem Flug von Italien nach Indien sind 70 Prozent der Passagiere positiv auf das Coronavirus getestet worden. Vor dem Abflug in Mailand mussten die Fluggäste bereits einen negativen Test vorweisen, um nach Indien einreisen zu dürfen. Nach der Landung des Fluges von Euroatlantic Airways Flug 661 am Mittwochnachmittag seien dann von den 179 Passagieren alle 160 Erwachsenen erneut getestet worden, berichteten indische Medien unter Berufung auf Behördenmitarbeitende und den Flughafenchef in Amritsar. Danach waren 125 Menschen positiv und wurden laut dem Fernsehsender NDTV in institutionelle Quarantäne geschickt.

Nach der heftigen und tödlichen Corona-Welle vor knapp einem Jahr waren die Infektionszahlen in Indien monatelang tief. Nun steigen sie seit einiger Zeit wieder stark. In dem Land mit mehr als 1,3 Milliarden Einwohnern waren am Donnerstag knapp 91.000 Neuinfektionen erfasst worden. Am Tag davor waren es 58.000. Allerdings dürfte es bei den Infektionszahlen eine gewisse Dunkelziffer geben.

Nachrichten von Dienstag, den 4. Januar 2022

+++ Ab 9. Januar: Israel erlaubt wieder die Einreise – unter bestimmten Voraussetzungen +++

Nachdem Deutschland offiziell von der Liste der roten Länder gestrichen wurde, können ab dem 9. Januar 2022 Geimpfte und Genesene wieder nach Israel einreisen. Laut Beschluss der israelischen Regierung öffnet das Land ab dem 9. Januar wieder seine Grenzen für den Individualtourismus. Allen Geimpften und Genesenen wird die Einreise unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt.

Als vollständig geimpft gilt, wer die vollständige Immunisierung mit einem von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zugelassenen Impfstoff nachweisen kann. Ist die letzte Impfung vor mehr als 180 Tagen vor Einreise geschehen, ist die dritte Booster-Impfung nötig. Die Impfung muss zudem mindestens 14 Tage vor Einreise verabreicht worden sein. Als Impfnachweis für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz gilt das digitale Covid-Impfzertifikat der EU. Von Covid Genesene ist für die Einreise nach Israel ein digitaler Nachweis über einen positiven NAAT-Test erforderlich, sowie der Nachweis über mindestens eine Dosis eines von der WHO zugelassenen Impfstoffes.

Vor der Einreise ist zusätzlich zu der Impfung ein PCR- oder Schnelltest von Nöten. Der Abstrich darf höchstens 72 Stunden bzw. 24 Stunden vor Einreise entnommen werden. Reisende müssen 48 Stunden vor Abflug eine Gesundheitserklärung online ausfüllen – das sogenannte “Entry Statement”. Die Einreise kann ausschließlich über den Flughafen Ben Gurion erfolgen.

Weitere Infos: https://new.goisrael.com/de

+++ Großbritannien und südliches Afrika gelten nicht mehr als Virusvariantengebiete +++

Angesichts der Ausbreitung der Coronavirus-Variante Omikron in Deutschland hat die Bundesregierung Großbritannien, Südafrika, Namibia, Botsuana, Mosambik, Simbabwe, Malawi, Eswatini und Lesotho ab Dienstag von der Liste der Virusvariantengebiete gestrichen. Die neun Staaten werden dann als Hochrisikogebiet geführt.

Für Menschen mit einer vollständigen Corona-Impfung wird die Einreise aus diesen Ländern damit deutlich erleichtert. Die Einstufung als Hochrisikogebiet hat dagegen vor allem für ungeimpfte Reisende Auswirkungen: Sie müssen bei der Einreise aus einem Hochrisikoland nach Deutschland zehn Tage in Quarantäne. Nach fünf Tagen können sie sich allerdings durch ein negatives Testergebnis “freitesten”. Für geimpfte und genesene Reisende entfällt die Quarantänepflicht.

Nachrichten von Samstag, den 1. Januar 2022

+++ Coronafälle auf Kreuzfahrtschiff: Aufenthalt der “Aida Nova” in Lissabon verlängert sich +++

Ungeplante Silvesternacht in Lissabon: Wegen Corona-Fällen bei der Besatzung verzögert sich die Weiterfahrt des Kreuzfahrtschiffs “Aida Nova” im Hafen der portugiesischen Stadt bis ins neue Jahr. Man habe die positiven Fälle bei Routineprüfungen frühzeitig entdeckt und die Betroffenen in Abstimmung mit den Behörden in Lissabon an Land untergebracht, hieß es von Aida Cruises in Rostock. Sie haben demnach nur milde Symptome und werden medizinisch betreut. Zuvor hatte “RTL online” darüber berichtet.

Wann das Schiff seine Reise zu den Kanarischen Inseln fortsetzen wird, war laut Unternehmen noch nicht klar. Man warte auf die Anreise wichtiger Crewmitglieder und prüfe verschiedene Reiseoptionen. Die Kreuzfahrtgäste dürfen das Schiff den Angaben zufolge jedoch ohne Einschränkungen verlassen. Das Unternehmen wies darauf hin, dass alle Passagiere ab dem 12. Lebensjahr und die Besatzung geimpft sind und sowohl ein Antigen- als auch ein PCR-Test vor dem Fahrtantritt durchgeführt werden müssen.

tib/rw/AFP/DPA

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